Editionsgeschichte und Gestaltung der digitalen Edition
Die digitale Edition der “Astronautilia” ruht auf drei Quellen:
- Manuskriptfassung des Autors (Kürzel M)
- Typoskriptfassung des Autors mit Reinschrift des griechischen Textes (Kürzel T)
- Editio princeps von 1995 (Kürzel E)
Der Autor hat den Text zunächst als Manuskript im Zeitraum vom 29. Juli bis 28. Dezember 1993 niedergeschrieben, wie Datumsangaben im Manuskript zu entnehmen ist. Daraufhin hat er zur Vorbereitung des Drucks noch einmal eine handschriftliche Reinschrift des griechischen Textes und eine maschinenschriftliche Fassung der tschechischen Übersetzung und Begleittexte angefertigt. Auf dieser Grundlage hat der Sohn des Autors Václav Z. J. Pinkava das Werk im Verlag Ivo Železný 1995 in einer limitierten Auflage herausgegeben.
Grundlage der hier entstehenden digitalen Edition ist zunächst die Reinschrift des Autors. Sie wird mit der Manuskriptfassung verglichen. Besondere Abweichungen zum Manuskript im Wortlaut werden im M-Apparat erfasst.
Dazu tritt ein kritischer Apparat, der vor allem auf Besonderheiten in der Akzentuierung, Orthographie und ähnliches hinweist (die üblichen Formen werden meist durch debuit angezeigt). Auf grammatische Korrekturen wurde hier weitgehend verzichtet, da dies größere Eingriffe in den Originaltext zur Folge gehabt hätte.
Ein Similienapparat weist auf sprachliche Vorbilder aus der griechischen Literatur, Neologismen, besondere Wörter und Parallelen innerhalb des Werkes hin.
Schließlich gibt es noch kurze Erläuterungen, in denen unter anderem auf sprachliche Besonderheiten sowie inhaltliche Vorbilder eingegangen wird.
Der diplomatischen Fassung des griechischen Textes ist eine leicht normalisierte Fassung an die Seite gestellt, in der vor allem die Akzentuierung und Zeichensetzung “standardisiert” worden ist. Die grammatischen “Anomalien” (bspw. abweichender Kasusgebrauch wie Dativ statt Genetiv) dagegen wurden beibehalten. Die “normalisierte” Fassung dient vor allem einem altphilologischen Publikum als Lese- und Verständnishilfe.
Ergänzend kommen eine metrische Analyse der griechischen Hexameter und Auszeichnung von metrischen Besonderheiten (versus spondiaci, Monosyllaba am Versschluss) hinzu.
Die deutsche Übersetzung ist in Prosa und orientiert sich am griechischen Text. An der Übersetzung der tschechischen Textteile haben Agáta Cziková und Markéta Μěšťanová mitgewirkt bzw. sie selbst vorgenommen.
Die digitale Fassung wird unter folgender Adresse sukzessive ab Mitte 2026 erscheinen: www.astronautilia.de